Kurioses Wissen.

Aktuelle Ausgabe

Foto: kate_kalita/adobe stock

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Tattoosteuer

Wer sich im US-amerikanischen Bundestaat Arkansas tätowieren lässt, wird auch vom Fiskus zur Kasse gebeten: Mit sechs Prozent ist hier jedes Tattoo und Piercing zu versteuern.

Foto: Piumadaquila/adobe stock

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Taillensteuer

Mit jährlichen Gesundheitstests versucht man in Japan seit 2008, der zunehmenden Fettleibigkeit der Bevölkerung entgegenzusteuern. Dabei ist auch der Taillenumfang ein Faktor: 85 cm Bauchumfang maximal bei Männern sind im Limit, bei Frauen dürfen es fünf Zentimeter mehr sein. Sanktionen in Form von höheren Beiträgen in die nationale Krankenversicherung drohen Unternehmen und Kommunen, falls übergewichtige Angestellte keinen Erfolg bei der Gewichtsreduzierung nachweisen können.

Foto: jazzerup/adobe stock

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Limousinen-Steuer

Wer denkt bei New York nicht auch an Luxus-Limousinen der Extra-Klasse? Ein Klischee, das so mancher Kino-Blockbuster mitgeprägt hat. Und eine Einnahmequelle, die sich der Staat nicht entgehen lässt: Limousinen fallen unter die Transport-Services, für die eine erhöhte Steuer anfällt.

Foto: backup_studio/adobe stock

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Blaulichtsteuer

Eine Unfallmeldegebühr, umgangssprachlich auch „Blaulichtsteuer“ genannt, gibt es in Österreich seit dem 1. Juli 1996. Sie wird immer dann fällig, wenn nach einem Verkehrsunfall mit bloßem Sachschaden die Polizei zur Aufnahme gerufen wird – obwohl für die Schadensregulierung der Austausch von Personendaten unter den Beteiligten möglich und ausreichend gewesen wäre.

Kurioses Wissen aus früheren Ausgaben

Foto: bullet_chained/adobe stock

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NACHTIGALLENSTEUER

Die Steuerpflicht auf die Käfighaltung von Nachtigallen samt gefordertem Herkunftsnachweis in 17 deutschen Staaten des frühen 19. Jahrhunderts mag heute kurios wirken. Als Luxussteuer deklariert und detailliert ausgearbeitet, war der Aufwand im Vergleich zu den Einnahmen dieser Steuer kaum vertretbar – sogar Polizisten mussten auf ihren Streifgängen auf „unangemeldeten“ Nachtigallengesang achten. Umso wirkungsvoller hat sie sich als Schutz für den heimischen Bestand erwiesen: Statt der Nachtigall zogen immer mehr gezüchtete und damit abgabenfreie Singvögel wie Kanarien in die Wohnstuben ein.

Foto: Tsvetina/adobe stock

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SPIELKARTENSTEUER

Die Steuer auf Spielkarten hat hierzulande eine lange Geschichte: Nach französischem Vorbild führte zunächst Preußen 1714 eine Stempelabgabe auf Spielkarten ein. Ab 1838 als Reichssteuer erhoben, richtete sich die Steuer nach dem Umfang der Blätter und wurde auf dem Herz-Ass gestempelt. Die Verwendung von ungestempelten oder aus dem Ausland erworbenen Karten stand unter Strafe. Als „Bagatellsteuer“ wurde die Spielkartensteuer aus Gründen der Steuervereinfachung zum 1.1.1981 abgeschafft.

Foto: fxm73/adobe stock

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DACHSTEUER

In Österreich führte die Besteuerung von Dachflächen Ende des 18. Jahrhunderts unter Kaiser Josef II. dazu, dass ungenutzte Gebäude kurzerhand abgedeckt wurden. Von zahlreichen Adelsburgen blieben so nur noch Ruinen.

Foto: aksol/adobe stock

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GARDINENSTEUER

Diese in den Niederlanden verortete Steuer auf die Größe der Fensterdekoration hat nie existiert, das Gerücht um sie hält sich aber hartnäckig. Der tatsächliche Ursprung der gardinenfreien Fenster dürfte in der calvinistisch geprägten Kultur der Niederländer liegen.

Foto: michalsanca/adobe stock

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ANZUGGELD

Auch wenn der Name das vermuten lässt: Bei dieser mittelalterlichen Steuer ging es nicht um eine Form der Berufskleidung, sondern um eine Abgabe für das Erlangen des Bürgerrechts und die Erlaubnis, sich niederzulassen. 

Foto: Natis/adobe stock

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FAHRRADSTEUER

Eine Stempelsteuer war 1899 für Fahrradbesitzer in Bremen und Hessen fällig. Befreit waren „Jobräder“ von Militärpersonal und Beamten, Lohnarbeitern und Gewerbetreibenden.

Foto: Auctores GmbH

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HUNDESTEUER

Für rund 11,8 Millionen Hunde fällt aktuell in Deutschland besagte Steuer an. Zurückführen lässt sie sich bis auf die Zeit um 1500, als Bauern gegenüber ihren Lehnherren zu zahlreichen Frondiensten verpflichtet waren. Für die fürstlichen Jagdveranstaltungen mussten sie ihre Hunde zur Verfügung stellen. Wer keinen Hund besaß, hatte einen Ausgleich in Form von Getreide als sogenanntes „Hundekorn“ oder auch „Hundebrot“ abzuliefern. Wer einen Hund halten wollte, wurde mit dem „Hundsgeld“ belegt. Hunde – auch nicht vorhandene – waren demnach eine intensiv genutzte Steuerquelle im Mittelalter.

Foto: vectortwins/adobe stock

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BARTSTEUER

Um in Russland Ende des 17. Jahrhunderts westliche Lebensformen durchzusetzen, führte Peter I. eine sogenannte Bartsteuer ein. Zahlen musste sie jeder Mann, der aus religiösen Gründen auf seinen Bart nicht verzichten wollte. Der Betrag war je nach Stadt unterschiedlich hoch angesetzt. Ausnahmen gab es nur für kirchliche Würdenträger. Die traditionell langen Bärte seiner Untertanen waren für Peter I. ein so großes Ärgernis, dass er sogar selbst zur Schere gegriffen haben soll.