Informationsveranstaltung mit Finanzämtern

Matthias Weltz, Amtsleiter Frank Drews vom Finanzamt Lichtenfels, Dr. Sandra Schindhelm, stellvertretende Amtsleiterin Finanzamt Kronach, Sabine Kastner, Uwe Bauer, Jürgen Engelhardt, Thomas Linse, Sibylle Rudolph und Angela Neuwinger (v. l.).

Matthias Weltz, Amtsleiter Frank Drews vom Finanzamt Lichtenfels, Dr. Sandra Schindhelm, stellvertretende Amtsleiterin Finanzamt Kronach, Sabine Kastner, Uwe Bauer, Jürgen Engelhardt, Thomas Linse, Sibylle Rudolph und Angela Neuwinger (v. l.).

Im Sitzungssaal des Finanzamts Coburg fand der alljährliche Meinungsaustausch zwischen den Finanzämtern Coburg, Kronach und Lichtenfels und den Steuerberatern aus der Region statt. An der Veranstaltung nahmen insgesamt 80 Personen teil.

Der seit Juli 2015 für das Finanzamt Coburg zuständige Amtsleiter Jürgen Engelhardt begrüßte als Hausherr die Teilnehmer. Die Finanzamtsbeauftragte, LSWB-Zweigstellenleiterin und -Vorstandsmitglied Sabine Kastner wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass ein regelmäßiger Meinungsaustausch zwischen Finanzbehörden und Kollegenschaft zur Vermeidung von Missverständnissen sehr konstruktiv sei.

Anschließend gab Thomas Linse, Vorstandsmitglied und Finanzamtsbeauftragter der Steuerberaterkammer Nürnberg, ein kurzes Statement über den Sinn und Zweck der Kontingentierung, der Modernisierung des Besteuerungsverfahrens sowie des E-Governments.

Amtsleiter Engelhardt hielt einen Vortrag über die Übertragungsmöglichkeiten bei der E-Bilanz. Er hatte zuvor bei der Umsetzung der Taxonomie in der Finanzverwaltung aktiv mitgewirkt. Nach ihm sprach

Hauptsachgebietsleiterin Angela Neuwinger zu den Steuererklärungsfristen. Engelhardt konkretisierte, dass das Finanzamt Coburg dem sogenannten „Regensburger Modell“ folge. Demnach seien zur Reduzierung des beiderseitigen Verwaltungsaufwandes keine Fristverlängerungsanträge über den 31. Dezember 2016 hinaus zu stellen. Trotzdem werde das Finanzamt ab Januar 2017 wieder einen maschinellen Erinnerungslauf durchführen, der eine erweiterte Nachreichungsfrist bis zum 28. Februar 2017 ohne Zwangsgeldmaßnahmen vorsehe. Er betonte, dass mit diesem Procedere dem Fristenerlass Rechnung getragen werde.

Anschließend erläuterte die Hauptsachgebietsleiterin Sibylle Rudolph, welche Belege bei der Einkommensteuererklärung sowie bei Spezialfällen einzureichen sind.

Sachgebietsleiter Uwe Bauer legte das maschinelle Risikomanagement detailliert dar. Dessen Ziele sind die Optimierung des Ressourceneinsatzes durch Konzentration auf risikoreiche Fälle, eine gleichmäßige Rechtsanwendung durch einheitliche Risikokriterien, eine verbesserte Arbeitsqualität durch erhöhte Standardisierung der Arbeitsabläufe und die Vermeidung oder gezielte Aufdeckung von Betrugsfällen.

Matthias Weltz, Hauptsachgebietsleiter Betriebsprüfung, hielt einen Vortrag über bargeldintensive Betriebe und beleuchtete das Risiko für Steuerpflichtige, Betriebsprüfer und Steuerberater. Er unterstrich dabei, dass bei problembehafteten Betriebsprüfungen auch der Amtsleiter für ein persönliches Gespräch als zusätzlicher Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ machte Thomas Linse auf die unterschiedliche Praxis der
Finanzämter Coburg, Lichtenfels und Kronach bei der Vergabe von Steuernummern im Insolvenzverfahren aufmerksam. Er bat um eine einheitliche Handhabung. Mehrere Steuerberater wiesen auf die schlechte telefonische Erreichbarkeit der Finanzämter hin. Eine zufriedenstellende Lösung konnte jedoch nicht gefunden werden.

Zusammenfassend lässt sich die gemeinsame Veranstaltung des Landesverbands LSWB und der Steuerberaterkammer Nürnberg mit den Finanzämtern Coburg, Kronach und Lichtenfels als positiv und konstruktiv beurteilen. In der Kompaktheit des Meinungsaustausches
wurden informativ die Standpunkte der Vertreter aller Beteiligten herausgestellt.