Industrie 4.0 für den Mittelstand mit com.pass

Industrie 4.0 für den Mittelstand mit com.pass

Von Peter Schmid, devatax UG

Wie wir miteinander kommunizieren, wie wir lernen, wirtschaften, arbeiten – das alles durchdringt der digitale Wandel; und zwar mit rasanter Geschwindigkeit“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Cebit 2015. In Großkonzernen schreitet er im Sinne von Industrie 4.0 voran. Doch warum sollten nicht auch kleine Unternehmen von der digitalen Revolution profitieren? Genau das fragte sich Dr. Thomas Späth, Steuerberater aus Bogen, in seinem Kanzleialltag und rief mit seinen Mitstreitern devatax – kurz für „development around taxes“ – ins Leben. Am 18. März 2015 präsentierte er seine Vision dem EDVArbeitskreis II.

Den Einstieg bildete ein Gedankenexperiment. Was wäre zum Beispiel, wenn Sie als Steuerberater bei einer Neuanstellung beim Mandanten alle relevanten Informationen zum Arbeitsverhältnis direkt und ohne manuelle Nacherfassung in die Kanzlei-IT importieren könnten? Was wäre, wenn Sie einfach auf digitale Fahrtenbücher Ihrer Mandanten zugreifen könnten? Oder wenn Sie plötzlich in der täglichen Bürokratie nicht mehr tausende E-Mails hin und her schicken müssten? Oder was wäre, wenn Sie auf Basis der Eingaben Ihres Mandanten automatisch erstellte Arbeitspapiere, Vertragsmuster, Präsentationen und Auswertungen zur Verfügung hätten?

Das würde den Arbeitsalltag in Kanzleien erheblich erleichtern, so Späth, da die Geschäftsprozesse von Kanzlei und Mandant besser integriert wären. Hier setzt com.pass an, die Web-Applikation des devatax-Teams. Sie zielt auf die Integration der mehrstufigen Prozesse von Steuerkanzlei und Mandant. Der Kern von com.pass ist ein Ticketsystem, das zielgerichtet auf alle Beteiligten eingeht. Anhand der dem EDV-Arbeitskreis vorgestellten Prototypen für verschiedene Tickets wurden die Vorteile offensichtlich. Sollte das devatax-Team seine Vision wie beschrieben umsetzen können, dürfen Steuerkanzleien tatsächlich auf erhebliche Effizienzgewinne in der Zusammenarbeit mit kleinen Unternehmen hoffen.

„Mit com.pass digitalisieren wir Geschäftsprozesse nicht nur. Vielmehr integrieren wir sie und machen sie somit einfacher, schneller und günstiger“, so Dr. Späth. „Als Cloud-Schnittstelle zur Organisation und Automatisierung erteilen wir der Bürokratie eine Absage.“ Oberstes Ziel sind eine intuitive Bedienung, Kompatibilität, vielseitige Auswertungen und dass die Arbeit mit com.pass allen Beteiligten Spaß macht.

Abschließend berichtete Dr. Späth dem EDV-Arbeitskreis, wie es weitergeht. Aufgrund des hohen Innovationsgehalts konnte für die Produktentwicklung die EXIST-Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gewonnen werden. Derzeit wächst das devatax-Team kontinuierlich, und im Herbst 2015 wird seine Software com.pass in die Closed-Beta-Phase gehen. Der Markteintritt ist zum Jahreswechsel geplant