Chamer Steuerberater treffen Politik

Steuerberater aus dem Landkreis Cham haben sich Montagabend im Hotel Randsbergerhof getroffen, um gemeinsam mit Politikern aktuelle  steuerpolitische Fragestellungen zu diskutieren. Organisator der Veranstaltung war Karl Bergbauer, Vorstandsmitglied des Landesverbands der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern (LSWB e.V.). Seiner Einladung folgten 20 Steuerberater, die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder und der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp.

Chamer Steuerberater treffen Politik

Cham, 1. April 2015 - Steuerberater aus dem Landkreis Cham haben sich Montagabend im Hotel Randsbergerhof getroffen, um gemeinsam mit Politikern aktuelle  steuerpolitische Fragestellungen zu diskutieren. Organisator der Veranstaltung war Karl Bergbauer, Vorstandsmitglied des Landesverbands der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern (LSWB e.V.). Seiner Einladung folgten 20 Steuerberater, die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder und der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp. Bergbauer stellte in seinem Begrüßungswort klar, dass an diesem Abend nicht die Kritik im Vordergrund stehe, sondern dass es darum gehe, tragfähige Lösungen für vorhandene Probleme im Sinne der Mandanten zu suchen. 

Diese gab es aus Sicht der Steuerberater reichlich: Zu den Themen des Abends gehörten unter anderem die Fristenregeln bei der Abgabe von Steuerer-klärungen,  die neue E-Bilanz sowie die Dokumentationspflichten beim Mindestlohngesetz. Bergbauer betonte, dass die ausufernde Bürokratie nicht nur die Kanzleien, sondern vor allem die Mandanten und ihre Unternehmen belaste. Hopp zeigte Verständnis: „Auch die Politik weiß: Förderprogramme bleiben wirkungslos, wenn anschließend die Bürokratie den Mittelstand lähmt.“

Der Abend zeigte zudem die Konfliktfelder zwischen Steuerberatern auf der einen und Finanzverwaltung und Zoll auf der anderen Seite auf. Die Klagen reichten vom harschen Auftreten einiger Beamter bis hin zur mangelnden Kompatibilität der IT-Ausstattung mit den im Mittelstand gängigen Office-Anwendungen.  Schieder nahm die Verwaltung in Schutz: „Das Beispiel Griechenland zeigt, dass Deutschland gut daran tut, eine starke Steuerverwaltung und ein funktionsfähiges Kontrollwesen vorzuhalten.“ Gleichzeitig forderte auch sie eine bessere technische Ausstattung der Finanzämter: „Es geht nicht, dass man modern sein will – wie es nicht zuletzt die Bürger fordern – und dann sind am Ende die Programme nicht kompatibel.“