Der Steuerberuf boomt in Landshut

Bereits jeder fünfte angehende Steuerfachangestellte ist Dualstudent

Am Tag der offenen Tür der Staatlichen Berufsschule II am letzten Samstag hatten die Schüler die Gelegenheit, ihre Ausbildungsberufe neuen Interessenten und Eltern vorzustellen. Auf großes Interesse stieß der Stand der angehenden Steuerfachgestellten. Mit gutem Grund: „Der Beruf liegt im Trend bei der Generation Y: Er ist krisenfest, zukunftssicher und bietet zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten“, weiß Georg Birnkammer, der Projektkoordinator der Berufsschule II, zu berichten.

Das spiegelt sich in steigenden Azubizahlen wider. Begeisterten sich in den letzten Jahren durchschnittlich 40 junge Landshuter für den Beruf, sitzen seit September rekordverdächtige 61 Schüler in den Steuerfachklassen – also gut 50 Prozent mehr als in der Vergangenheit. „Das stark wachsende Interesse hängt sicherlich auch mit der Möglichkeit zum Dualstudium zusammen“, analysiert Birnkammer. Bereits jeder fünfte der angehenden Steuerfachangestellten an seiner Schule studiere neben der Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule.

Denn in Landshut gibt es diesen bayernweit einmaligen Modellstudiengang „Duales Studium Steuern“, der von der Berufsschule, der Hochschule Landshut und dem bayerischen Steuerberaterverband LSWB e.V. getragen wird. Er ermöglicht jungen Menschen innerhalb von vier Jahren die berufliche Ausbildung zum Steuerfachangestellten und den Erwerb eines Bachelor der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Steuern.

Die Staatliche Berufsschule II hofft nun auf weiter steigendes Interesse am Dualstudium: „Mit ein bisschen Glück können wir nächstes Jahr erstmals eine Klasse nur mit Dualstudenten füllen“, so Schulleiter Johann Cikanek: „Wir können diese Schüler dann noch punktgenauer auf die Herausforderungen von Berufswelt und Hochschulstudium vorbereiten.“

Der Landesverband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern e.V. (LSWB) ist der Interessenvertreter und Dienstleister von über 6.300 Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern in eigenen Kanzleien und Gesellschaften. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern beraten, betreuen und prüfen sie einen bedeutenden Teil des Mittelstands im Freistaat.

Ansprechpartner: Heiko Haffmans,

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