Winterdienst: Steuerpflichtige nehmen den Fiskus „auf die Schippe“!

Der Winter hat Bayern fest im Griff. Ein Wetter, das die kleinsten Bürger mit Schneemann bauen und Rodelspaß verbinden, bedeutet für viele Hausbesitzer vor allem eines: Schnee schippen und Gehweg streuen.

Wer sich nicht selbst frühmorgens aufmachen will, um die Wege vor seinem Grundstück von Schnee und Eis zu befreien, kann auch einen Winterdienst mit der Schneebeseitigung beauftragen. Die Arbeitskosten hierfür sind als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich begünstigt, so der Landesverband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern (LSWB).

Dies hatte der Bundesfinanzhof bereits Anfang 2014 entschieden. Demnach kann auch die Inanspruchnahme von Dienstleistungen, die jenseits der Grundstücksgrenze auf fremdem, beispielsweise öffentlichem Grund erbracht werden, als haushaltsnahe Dienstleistung im Rahmen der Einkommensteuererklärung zu berücksichtigen sein. Die Leistungen müssen jedoch in unmittelbarem räumlichem Zusammenhang zum Haushalt durchgeführt werden und diesem dienen. Die Reinigung und Schneeräumung von öffentlichen Straßen und (Geh-) Wegen stellen gemäß BFH eine solche Leistung dar.

Das Bundesfinanzministerium folgt dem höchsten Gericht nun. Es hat den Katalog der Steuerermäßigungen für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen nach § 35a EStG überarbeitet. Unter anderem wurde hierbei der Begriff „im Haushalt“ auf das angrenzende Grundstück erweitert.

Der LSWB weist überdies darauf hin, dass das im November 2016 veröffentlichte BMF-Schreiben diverse weitere Änderungen umfasst, die sich für Steuerpflichtige auszahlen können. So können beispielsweise die Kosten für den Anschluss des Haushalts an die Ver- und Entsorgungsnetze in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Zudem kann das Finanzamt an der Versorgung und Betreuung eines Haustieres im Haushalt des Steuerpflichtigen beteiligt werden.

Damit Sie infolge der steuerlichen Änderungen bei der Bearbeitung Ihrer Jahreserklärung 2016 nicht ins Schlittern geraten, empfiehlt es sich, frühzeitig einen Steuerberater zurate zu ziehen. Nutzen Sie hierfür gerne den Steuerberater-Suchservice des Deutschen Steuerberaterverbands e.V. unter: www.steuerberater-suchservice.de.

Der Landesverband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern e.V. (LSWB) ist Interessenvertreter und Dienstleister von über 6.200 Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern in eigenen Kanzleien und Gesellschaften. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern beraten, betreuen und prüfen sie einen bedeutenden Teil des Mittelstands im Freistaat.

Ansprechpartner: Heiko Haffmans,

(Tel: 089 27 32 14 22, E-Mail: presse@lswb.de)